Was Menschen wirksam arbeiten lässt und Organisationen dauerhaft leistungsfähig macht
Warum Führung wirkt – oder nicht
Führung ist zentral für den Erfolg von Organisationen.
Und dennoch bleibt im Alltag oft das Gefühl, dass Einsatz und Wirkung nicht im Verhältnis stehen.
Genau dieser Frage sind wir im SGO Practice Event vom 17. März 2026 in Zürich nachgegangen.
Vom eigenen Verständnis zur neuen Perspektive
Zu Beginn des Abends haben die Teilnehmenden ihre eigenen Antworten erarbeitet:
Was ist Führung?
Wann wirkt sie?
Und was braucht es, damit sie wirksam wird?
Ausgehend von diesen praxisnahen Überlegungen folgte ein Input von Bettina Freihofer Estrada und Alex Freihofer der mitPlan Gmbh, der einen erweiterten Blick auf Führung und Organisationsgestaltung eröffnet hat.
In der anschliessenden Reflexion wurde sichtbar:
Einige dieser Annahmen greifen in der Praxis – aber nicht weit genug.
Wo Führung an Wirkung verliert
Im Austausch wurden zentrale Spannungsfelder sichtbar:
- Potenziale bleiben ungenutzt, wenn sie nicht erkannt, aktiviert oder konsequent umgesetzt werden
- Einseitige Führungsansätze greifen zu kurz – entscheidend ist das Zusammenspiel von Struktur, Verantwortung und Umsetzung
- Aktivität wird mit Wirkung verwechselt
- Umsetzung wird zu früh beendet
- Kurzlebige Management-Trends ersetzen keine tragfähigen Prinzipien
Was wirksame Führung auszeichnet
Gleichzeitig wurde deutlich, was Führung wirksam macht:
- klare, verständliche Strukturen statt zusätzlicher Hierarchien
- fundierte Entscheidungsprinzipien statt situativer Einzelentscheide
- gezieltes Eingreifen bei relevanten Störungen – und bewusstes Vertrauen im Alltag
- Zugang zu echten Informationen aus dem operativen Geschäft – nicht nur Reports
- persönliche Stabilität und Verlässlichkeit als Grundlage für Vertrauen
Führung zeigt sich dabei weniger in einzelnen Massnahmen,
sondern in der konsequenten Gestaltung von Rahmenbedingungen.
Erkenntnis entsteht durch Auseinandersetzung
Der Abend hat gezeigt:
Erkenntnisse entstehen nicht primär durch neue Inhalte,
sondern durch die Auseinandersetzung mit den eigenen Annahmen.
Dort, wo bisherige Antworten nicht mehr vollständig tragen,
entsteht Raum für neue Perspektiven.




